Büro- und Geschäftshaus in Oberneuland
Eigentlich war alles vorhanden: Die schöne Dorfkirche, die Schule, Kindergarten, die „Dorfgaststätte“, die alte Behrens- Dampfmühle und eine Sparkasse – nur ein kleiner Einkaufsmarkt fehlte noch alsMagnet für die „Einkaufsmeile“ Mühlenfeldstrasse.
Die Bequemlichkeit im Fokus: DerGebäudekomplex sollte nicht nur groß sein,sondern auch eine ausreichende Anzahl anParkplätzen aufweisen.
Das Konzept: Der „Pavillon“ beinhaltetein Bistro und hat sich inzwischen zu einembeliebten Treffpunkt Oberneulands entwickelt.Das Hauptgebäude, in überwiegend eingeschossiger Bauweise und enthält einen Supermarkt und andere kleine Läden fürden täglichen Bedarf. Das Obergeschoss ist als Staffelgeschoss geplant worden,also zurückversetzt und dem Erdgeschossuntergeordnet. Auffallend ist das halbrundeTreppenhaus mit Aufzugsanlage, das ab dem1. Obergeschoss den 3-geschossig erscheinendenMittelteil des Gebäudes in transparenterForm erschließt.
Als Architekt Fred Schröder mit der Entwicklung des Areals beauftragt wurde,stand eines fest: Aus städtebaulicher Sicht sollte ein großes und ein kleines Gebäude geschaffen werden. Sein Entwurf traf offensichtlich genau die Vorstellungen der Jury: Das kleine Gebäude wurde in die Blickachse der an die Stelle abknickenden Rockwinkeler Heerstraße geplant, das Hauptgebäude an die hintere Grundstücksgrenze zurückgesetzt. Das hatte den Effekt, dass von beiden Seiten kommend vorerst nur der Pavillon gesehen wird, der die große Parkplatzfläche unterteilt und das Hauptgebäude trotz seiner Prägnanz unterordnet.
Diese Struktur findet man in Oberneuland häufig wieder: Das Gebäude des landwirtschaftlichen Betriebes, davor Stallungen, Remisen und andere Nebengebäude. Es wurde eine nachhaltige Bauweise geplant: ein Vollstein-Verblender im 2-DFFormat vor Dämmung und massiven Hintermauerwerk. Hochwertige Alu- pulverbeschichtete
Fensterelemente in einem dezenten Anthrazit mit ansprechender der Nutzung und der Umgebung entsprechender Unterteilung. Der große Dachüberstand mit leicht geneigtem Walmdach rundet eine Bauweise ab, die unseren klimatischen Bedingungen trotzt und das Gebäude über lange Jahre mit relativ geringem Pflegeaufwand würdevoll erscheinen lässt.